Eine grundlegende Umstellung bei den Mautgebühren in den Niederlanden steht bevor. Am 1. Juli ersetzen die Niederlande ihr nationales Eurovignetten Mautsystem durch ein entfernungsabhängiges Lkw Mautsystem. Die Eurovignette gilt in den übrigen Mitgliedsländern weiterhin.
Anstelle einer zeitabhängigen Mautgebühr werden den Betreibern die Kosten pro gefahrenem Kilometer in Rechnung gestellt. Die Tarife variieren pro gefahrene Kilometer und Emissionsklasse. Die Änderung spiegelt den Übergang Europas zu einer nutzungs- und emissionsabhängigen Maut wider. Das Ziel ist klar: eine gerechtere Kostenverteilung, geringere Umweltbelastung und eine nachhaltige Finanzierung der Infrastruktur.
Wer ist betroffen und warum ist das wichtig?
Die neue Maut gilt für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen. Maßgeblich ist ausschließlich das Gewicht des Zugfahrzeugs – unabhängig vom Anhänger. Für diese Fahrzeuge ist zudem eine On‑Board‑Unit (OBU) verpflichtend, auch wenn keine mautpflichtigen Strecken befahren werden. Die Regelung betrifft sowohl inländische als auch ausländische Fahrzeuge, die die Niederlande durchqueren oder dort verkehren.
Für Flottenmanager erfordert diese Änderung neue betriebliche Abläufe, darunter:
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Obligatorische Nutzung einer On-Board-Unit (OBU)
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Erfassung von Fahrzeug- und Emissionsdaten
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Laufende Überwachung der Einhaltung der Vorschriften
Eine nicht rechtzeitige Vorbereitung kann zu Betriebsstörungen, Strafen oder einem Verlust der Kostentransparenz führen.
Was sollten Flottenbetreiber jetzt tun?
1. Bewerten Sie Ihr Risiko
Erfassen Sie alle Fahrzeuge Ihres Fuhrparks über 3,5 Tonnen, die in den Niederlanden im Einsatz sind oder durch das Land fahren. Konzentrieren Sie sich dabei auf stark befahrene Strecken und grenzüberschreitende Fahrten, bei denen die Auswirkungen der Maut am größten sein werden.
2. Bereiten Sie die Fahrzeugdaten vor und überprüfen Sie sie
Stellen Sie sicher, dass alle erforderlichen Daten vollständig und korrekt sind, darunter:
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Fahrzeuggewichtsklasse
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CO₂-Emissionsklasse
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Kennzeichen und Fahrgestellnummern
Halten Sie Belege bereit, insbesondere für die CO₂-Emissionsklasse.
3. Auswahl und Bereitstellung der richtigen OBU
Wählen Sie ein Gerät, das auf Ihre betriebliche Ausrichtung abgestimmt ist:
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Europaweite Abdeckung für internationale Flotten
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Regionale Lösungen für den Einsatz in bestimmten Korridoren
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Lokale Lösungen für den Einsatz ausschließlich in den Niederlanden
Planen Sie die Installation frühzeitig, um Engpässe in letzter Minute zu vermeiden und sicherzustellen, dass die Geräte vor der Inbetriebnahme voll funktionsfähig sind.
4. Schulung der Fahrer und Implementierung der Überwachung
Geben Sie den Fahrern klare Anweisungen zur Nutzung der OBU und zum Umgang mit Warnmeldungen.
Führen Sie gleichzeitig eine Echtzeitüberwachung ein, um:
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Anomalien schnell zu erkennen
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Compliance-Probleme zu vermeiden
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Kostentransparenz zu gewährleisten
Ein robustes Berichtswesen ist entscheidend für die Nachverfolgung der Mautausgaben und die Identifizierung von Optimierungsmöglichkeiten.
So wählen Sie die richtige OBU für Ihren Fuhrpark aus
Die Wahl der richtigen Lösung für die Mautabrechnung ist entscheidend für Effizienz und Kontrolle. So unterstützt unser Portfolio unterschiedliche betriebliche Anforderungen:
UTA One next - EETS Mautbox mit europaweiter Abdeckung
Ideal für internationale Flotten, die umfassende Interoperabilität und eine zentrale Steuerung benötigen, sowie für nationale Flotten, die sich durch intelligente Dienste einen vollständigen Überblick über ihre Betriebsabläufe verschaffen möchten.

Zu den Highlights der UTA One next gehören:
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4G-Konnektivität mit Over-the-Air-Updates
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App- und portalbasierte Verwaltung
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Echtzeitüberwachung über HUB4Trucks
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Sprachführung in 14 Sprachen
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Fernkonfiguration von Achsen und Gewichten
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Bereit für die Integration der niederländischen Maut nach Aktivierung
Weitere Infos zur EETS Mautbox UTA One next.
UTA RoadPass Pro - Abdeckung für West- und Mitteleuropa

Entwickelt für regionale Betreiber auf wichtigen europäischen Routen, einschließlich der Niederlande. Diese OBU bietet:
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4G-Konnektivität und Over-the-Air-Updates
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Geräteverwaltete Konfiguration
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Fahrten- und Transaktionsberichte
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Vorregistrierung für die Niederlande
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Reibungsloser Übergang durch parallele OBU-Nutzung
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Kompaktes Design für schnelle Installation
Weitere Infos zu UTA RoadPass Pro.
AGES / NedLinq (Lösung nur für die Niederlande)

Eine einfache, kostengünstige Option für den innerstaatlichen oder gelegentlichen Betrieb in den Niederlanden mit folgenden Merkmalen:
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Webbasierte Fahrzeug- und Kontoverwaltung
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Einzige Rechnung für vereinfachte Verwaltung
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Ideal für Flotten mit geringer Fahrfrequenz oder mit Schwerpunkt auf den Niederlanden
Weitere Infos zur NedLinq OBU.
Seien Sie dem Wandel einen Schritt voraus
Der Juli 2026 ist zwar noch einige Monate entfernt, doch die Vorbereitungen können länger dauern als erwartet, insbesondere wenn es um die Hardware-Bereitstellung und die Datenvalidierung geht.
Wenn Flottenmanager sich schon jetzt vorbereiten, können sie einen unterbrechungsfreien Betrieb gewährleisten, die Compliance vom ersten Tag an sicherstellen und die Mautkosten sowie die Berichtsprozesse optimieren.
Wenn Sie Unterstützung bei der Bewertung Ihrer Flotte, der Aufbereitung Ihrer Daten oder der Auswahl der richtigen Lösung benötigen, helfen wir Ihnen gerne dabei, einen reibungslosen und kontrollierten Übergang zu gewährleisten.
Noch Fragen? Kontaktieren Sie uns!
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